Der „Alexanderplatz-Dérive“ entsprang einer Laune und wurde dann entspannt in die Tat umgesetzt. Ich wollte herausfinden, was es mit der  „Psychogeographie“  der „Situationisten“ auf sich hat. Wie würde ein sogenannter „Dérive“ in der Praxis aussehen? Gundula Schmitz von der Laura Mars Grp. hat mich auf meiner kleinen Tour rund um den Alexanderplatz begleitet und ihre lustigen Kommentare abgegeben.

Im Video sieht man das Ergebnis, einen Diavortrag!!! (Digitalkamera hatte ich damals noch nicht).  Matthias Eder von House of Media hat alles aufgezeichnet und geschnitten.

Habe eine Weile hin und her überlegt, ob das Video nicht völlig veraltet sei (Mai 2001!) und überhaupt noch für das steht, was ich heute mache, also ob ich es überhaupt noch veröffentlichen will. Aber dann hat es auch seine Geschichte und einen wichtigen Platz in meinem Leben. Denn es war ein Versuch. Ich war sehr aufgeregt damals bei diesem Vortrag, hatte nie zuvor in meinem Leben so etwas gemacht. Aber wie man sieht, haben sich die Zuschauer sehr amüsiert. Der fertige Film wurde dann im Kino Eiszeit gezeigt beim filmsquat (filme aus, über oder von kreuzberg weg). Da hat das Publikum dann noch mehr gelacht.

Weitere Vorführungen folgten, bei Seminaren an der Universität der Künste und auch im Rahmen der Ausstellung „Das Atmen der Stadt, Urbane Seismographen in Kunst und Architektur“  im Haus am Waldsee.  Vieles ergab sich ohne mein Zutun. Und ich machte weitere Stadterkundigungen nach Vorbild der Situationisten, in New York, in Kairo… Schließlich bekam ich sogar eine Hauptrolle im Film „Die Quereinsteigerinnen“ …und das wiederum führte zu weiteren Rollen und weiteren Projekten.

Und hier kann man das kleine Video sehen, von dem die Rede ist: Psychogeographie

Ort: Galerie der LAURA MARS GRP./Sorauer Str. 3/10997 Berlin

PDF – Download:

psychogeo120501-2

Artikel von Jana Sittnick in der taz:

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2001/07/04/a0181

Advertisements